In Johannes 15,8 findet sich der
Vers, dass der Vater verherrlicht wird, wenn jemand viel Frucht bringt. In Vers
16 dieses Kapitels steht dann, dass, wenn die erbrachte Frucht Bestand hat, der
Vater gibt, worum er in Jesu Namen gebeten wird. Im 1. Brief des Johannes 5,4
steht der bekannte Vers, dass der "Glaube der Sieg ist, der die Welt
überwunden hat“. Wörtlicher und unmissverständlich: "der die Welt besiegt
hat“. Wenn jemand um ein Auto bittet, ist es nicht zur Ehre Gottes, wenn als "Antwort“ darauf auch noch sein Fahrrad gestohlen wird. Schwierige Umstände wie
Krankheit sind dafür da, dass sie durch den Glauben in Jesus beseitigt werden.
Durch den Sieg wird Gott verherrlicht und gezeigt, dass die Frucht
Bestand hat. Eine Niederlage ehrt den Verursacher des Fluches mit
seinen Auswirkungen, den Teufel. Es klingt vielleicht fromm, wenn Gott durch
das Leid seiner Kinder angeblich etwas „Gutes“ tut – es ist es Gift des
Unglaubens. Dadurch wird der Teufel verherrlicht, Glaube zerstört und die Kraft
des Gebetes verspottet. Von Anbetern der Niederlage muss man sich unbedingt lösen,
um den eigenen Glauben aufbauen zu können. In der Überwindung der Not zeigt
sich der Sieg, nicht in ihrer Vergrößerung oder Bestätigung.
Montag, 23. März 2015
Donnerstag, 6. März 2014
Psalm 45,2b:
Schreibwerkzeug für die Tafel des Herzens
„Meine Zunge
ist der Griffel eines geübten Schreibers“.
„Wes das
Herz voll ist, des geht der Mund über“. Das ist ein recht bekanntes Herrenwort
aus Matthäus 12,34 (//Lukas 6,45). Dieser Vers hat eine tiefe Weisheit und
hilft, die Beziehung zwischen Herz und Zunge zu verstehen: Die Zunge redet, was
im Herzen ist. Wenn das Schlechte im Herzen ist, kann auch die Zunge nur
Schlechtes reden. Doch dieser negative Zirkel kann durchbrochen werden.
Den Teil des
Psalmverses habe ich deshalb ausgewählt, weil die „Tafel des Herzens“ im
wahrsten Sinne des Wortes beschrieben werden soll und dazu als Schreibwerkzeug
die Zunge verwendet werden kann, denn das ist der „Griffel“, den der Schreiber
benutzt. Jetzt lässt sich ein
geistliches Tun formulieren, das letztlich Leben geben kann: Die eigene Zunge
beschreibt die Tafel des eigenen Herzens. Die Zunge hat ja ein eigenes Gesetz,
wie sie „schreibt“: das Sprechen ist das Schreiben der Zunge. Das kann von uns
als Gegengewicht dazu genutzt werden, dass so vieles aus unserer Umgebung
aufgenommen wird, das Fehler auf die Tafel des Herzens „schreiben“ kann,
wogegen sich aber niemand wehren kann, denn sonst müsste man die Welt verlassen
können. Alles, was im Laufe des Tages gehört wird, hinterlässt seine Spuren.
Aber die eigene Zunge kann gebraucht werden, um das zu sagen, was gut ist in den
Augen des Herrn. Dann wird auch das Herz mit diesen Dingen voll und die Zunge
wiederum redet das Gute. Es ist ein guter Zirkel, wie man sich auch mit negativen Worten in
einem schlechten Zirkel bewegen kann, der letztlich zum geistlichen Tod führt.
Es ist eine ganz bewusste Entscheidung, nur das Gute über die Lippen kommen zu
lassen und das Schlechte nicht zu reden. Aber das führt uns hin zum geistlichen
Leben. Die geistlichen Gesetze sind sehr einfach, aber voller Kraft.
Mittwoch, 5. März 2014
Sprüche
18,21: Unsere Zunge entscheidet, ob wir leben oder sterben
„Tod und
Leben [oder Seele] (sind) in der Hand der Zunge und der sie liebt, wird ihre
Frucht essen“.
Manchmal
wird gesagt, dass etwas „in den Wind gesprochen“ wurde. Damit ist oft gemeint,
dass jemandem etwas gesagt wurde, dem er keine Bedeutung beigemessen hat. Nach
dem Motto: diese Worte hätte man sich auch sparen können.
Nach
biblischer Sicht werden Worte nicht einfach hingesagt. Es gibt inhaltlich
verwandte Sprüche: „Wer seinen Mund hütet, bewacht seine Seele“ (13,3; ähnlich
21,23). Auch der Spruch oben drückt diesen für ausnahmslos jeden Menschen
wichtigen Zusammenhang aus. Es wird keine spezielle Situation beschrieben; es
ist nicht etwa an einen Richter gedacht, der einen Angeklagten zum Tode
verurteilt oder ihn freispricht. Diese „Macht“ der Zunge ist hier gar nicht
gemeint, sondern die Aussage betrifft ausnahmslos das Leben jedes Menschen. Leben
und Tod sind die Grenzen, in denen sich unser Leben bewegt. Es ist nicht „nur“
Gesundheit oder Wohlstand, die betrachtet werden, sondern es werden die
Grenzsituationen angesprochen, die für unser menschliches Leben nicht extremer
sein könnten. Die Zunge ist kein Instrument, das nicht zu steuern ist. Es ist
keine Hilflosigkeit gegeben, weil die Zunge nicht selbstständig entscheidet,
was sie redet, sondern sie kann beeinflusst werden, indem wir uns vorsetzen,
was wir reden wollen und was wir vermeiden wollen. Es kann geschehen, wenn das
Herz mit anderen Dingen beladen ist, dass etwas heraussprudelt, was überhaupt
nicht gewollt war. Aber genau darin besteht das Hüten der Zunge. Es wird immer
das geredet, womit das Herz voll ist. Aber das Herz wiederum wird von dem
angefüllt, was unsere Zunge redet. Morgen werde ich eine Stelle betrachten, wo
gesagt wird, wie unsere Zunge Einfluss auf das Herz nimmt. Worte können und
müssen sorgfältig abgewogen werden. Es war in diesem Zusammenhang geradezu
unwichtig, dass die Zunge den Lebensunterhalt sichert. An dieser Stelle soll
der Blick noch auf den zweiten Teil des Verses gerichtet werden. Wer seine
Zunge behütet, erreicht Segen im Leben. „Die Frucht der Zunge essen“ bedeutet,
dass das Leben Segen erhält. Je reiner das Herz wird, umso mehr stellt sich der
Segen ein.
Dienstag, 4. März 2014
Psalm
116,15: Wert des Lebens
„Teuer ist
in den Augen JHWHs der Tod seiner Frommen“.
Was ist ein
Leben wert? Manchmal suchen wir Menschen Bestätigung, dass jemand dem eigenen
Leben Wert zugesteht. Für JHWH hat das Leben seiner Kinder hohen Wert. Er sorgt
sich um unser Leben, sobald wir ihm die Möglichkeit geben, eingreifen zu
können. Die einfache geistliche Voraussetzung ist, dass ihm Hilfe zugetraut
wird. Dann hat er die Möglichkeit, entsprechend dem Glauben zu geben. Die Zunge
entscheidet über Leben und Tod; Worte haben eine ungeheure Macht. Morgen werde
ich begründen, dass kein Wort „in den Wind“ gesprochen wird. Worte sind
sorgfältig zu wählen.
Montag, 3. März 2014
Sprüche
28,1: Furchtlos wie ein Löwe!
„Der
Gottlose flieht, obwohl es keinen Verfolger gibt, aber der Gerechte glaubt wie ein junger Löwe“.
Als das Boot
unterzugehen droht, schläft Jesus auf einem Kissen (Markus 4,38). Seine Schüler
sorgen sich um ihr Leben und wecken ihn. Wenn das auf den betrachteten Spruch
bezogen wird, stehen sie in ihrem Verhalten zwischen dem Gottlosen und dem
Gerechten. Es ist eine reale Gefahr vorhanden, aber sie haben noch keinen
Glauben, dass die Gefahr sie nicht trifft, weil der Schutz Gottes wirkliche
Kraft hat. Genauso weit weg ist unser Glaube oft noch vom dem Versprechen aus
Sprüche 28 entfernt.
Diesen
Glauben wie ein junger Löwe will ich erreichen. (Der erste Teil des Satzes, der
den Gottlosen betrifft, brauche ich nicht weiter zu beachten, weil ich nicht
gottlos bin; ich gehe davon aus, dass sich die Leser gerecht wissen, denn der
feste Glaube an Jesus macht zu einem „Gerechten“; auf dieses Thema werde ich
jetzt nicht eingehen. Eine kleine Anmerkung zur Übersetzung ist erforderlich:
Im masoretischen Text stehen die „Gerechten“ im Plural [Mehrzahl]; ich habe es
aber in den Singular [Einzahl] korrigiert mit der Septuaginta, zumal das
dazugehörige Verb im Singular steht; also auch hier eine Korrektur erforderlich
wäre, wenn der mas. Text gelesen würde) Ein junger Löwe ist
ein Löwe, der in seine volle Kraft gekommen ist. Das weiß er auch ganz genau
und deshalb kann ihm die Situation, die er vorfindet, keine Furcht einjagen. Er
ist von sich völlig überzeugt und braucht von niemand Bestätigung. Wenn Jesus
ertrunken wäre, hätte es seine Kreuzigung nicht gegeben. Wenn es keine
Kreuzigung gegeben hätte, könnte kein Mensch gerettet werden, denn die eigene
Kraft genügt nicht, um der Vollmacht des Satans zu entkommen. Gott muss Jesus
zum Kreuz führen und bis dahin ist er geschützt gegenüber allen Umständen, die
ihn bedrohen können. Im Vertrauen darauf kann er „schlafen“, während seine
Schüler Angst haben.
Wachstum in
einen festen Glauben bedeutet, dass ein Punkt erreicht wird, wo die Umstände
nicht mehr erschrecken können. Die Umstände müssen sich anpassen; sie sind
untergeordnet. Wie ein junger Löwe wird man dann den Umständen begegnen!
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